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Die besten No-Logs-VPNs mit geprüfter Politik

Fast jeder VPN-Anbieter wirbt mit dem Versprechen, keine Protokolle zu führen. Doch zwischen einem Marketing-Slogan und einer tatsächlich umgesetzten, unabhängig geprüften No-Logs-Politik liegen Welten. Wer ein VPN gezielt für mehr Privatsphäre einsetzt, sollte deshalb nicht auf Werbeversprechen vertrauen, sondern auf Belege.

In dieser Übersicht stellen wir die Anbieter vor, deren No-Logs-Politik von externen Prüfern bestätigt wurde. Wir erklären, was "No-Logs" wirklich bedeutet, welche Audits aussagekräftig sind und warum die Gerichtsbarkeit eines Anbieters mindestens ebenso wichtig ist wie das Versprechen selbst.

Was bedeutet No-Logs wirklich?

Hinter dem Begriff No-Logs verbergen sich mehrere Datenkategorien, die ein Anbieter speichern könnte. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Aktivitätsprotokollen und Verbindungsprotokollen. Aktivitätsprotokolle umfassen besuchte Webseiten, heruntergeladene Dateien oder genutzte Dienste – diese darf ein vertrauenswürdiger Anbieter niemals erfassen. Verbindungsprotokolle umfassen Zeitstempel, zugewiesene IP-Adressen und übertragene Datenmengen pro Sitzung.

Ein echter No-Logs-Dienst verzichtet auf alle personenbeziehbaren Aktivitäts- und Verbindungsprotokolle. Lediglich aggregierte, anonyme Betriebsdaten zur Serverauslastung sind unbedenklich, solange sie keiner Person zugeordnet werden können. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Ratgeber zu Sicherheit und No-Logs.

Top-VPNs mit auditierter No-Logs-Politik

Anbieter Preis (ab) Geschwindigkeit Server / Länder Logging Streaming
Proton VPN 4.5 / 5 ab 4,49 €/Monat Hoch (WireGuard / VPN Accelerator) über 8.900 Server
110 Länder
Strikte No-Logs-Politik (Open Source, geprüft) Netflix, Disney+, Amazon Prime Angebot
NordVPN 4.8 / 5 ab 3,39 €/Monat Sehr hoch (NordLynx / WireGuard) über 7.000 Server
118 Länder
Strikte No-Logs-Politik (mehrfach geprüft) Netflix, Disney+, Amazon Prime, DAZN, BBC iPlayer Angebot
Surfshark 4.6 / 5 ab 2,19 €/Monat Sehr hoch (WireGuard) über 3.200 Server
100 Länder
No-Logs-Politik (geprüft) Netflix, Disney+, Amazon Prime, BBC iPlayer Angebot
CyberGhost 4.3 / 5 ab 2,19 €/Monat Hoch (WireGuard) über 11.000 Server
100 Länder
No-Logs-Politik (Transparenzbericht) Netflix, Disney+, Amazon Prime, DAZN Angebot

Preise sind effektive Monatspreise im günstigsten Langzeit-Abo und können sich ändern. Die "Angebot"-Buttons sind Affiliate-Platzhalter, bis die jeweiligen Partnerprogramm-Links eingesetzt sind.

Bester Datenschutz
1

Proton VPN

Die datenschutzfreundlichste Wahl

4.5 / 5

ab 4,49 €/Monat

2-Jahres-Abo, Gratis-Tarif verfügbar

Server
über 8.900 Server
Länder
110 Länder
Geräte
10 Geräte gleichzeitig
Garantie
30 Tage Geld-zurück-Garantie
+ Sitz in der Schweiz, außerhalb der 14-Eyes
+ Quelloffene Apps und veröffentlichte Audits
+ Secure Core leitet Traffic über mehrere Server
- Streaming nur in den höheren Tarifen freigeschaltet
Zum Angebot von Proton VPN
Testsieger
2

NordVPN

Allrounder mit der besten Gesamtleistung

4.8 / 5

ab 3,39 €/Monat

2-Jahres-Abo, monatlich ca. 12,99 €

Server
über 7.000 Server
Länder
118 Länder
Geräte
10 Geräte gleichzeitig
Garantie
30 Tage Geld-zurück-Garantie
+ Konstant hohe Geschwindigkeiten dank NordLynx-Protokoll
+ Threat Protection blockiert Tracker und Malware
+ Zuverlässig bei Netflix, Disney+ und DAZN
- Monatsabo ohne Rabatt vergleichsweise teuer
Zum Angebot von NordVPN
Preis-Leistung
3

Surfshark

Unbegrenzte Geräte zum kleinen Preis

4.6 / 5

ab 2,19 €/Monat

2-Jahres-Abo, monatlich ca. 15,45 €

Server
über 3.200 Server
Länder
100 Länder
Geräte
Unbegrenzt viele Geräte
Garantie
30 Tage Geld-zurück-Garantie
+ Unbegrenzte Anzahl gleichzeitiger Verbindungen
+ Sehr günstig im Langzeit-Abo
+ CleanWeb blockiert Werbung und Tracker
- Etwas kleineres Servernetz als NordVPN
Zum Angebot von Surfshark
Längste Garantie
4

CyberGhost

Einsteigerfreundlich mit Streaming-Servern

4.3 / 5

ab 2,19 €/Monat

2-Jahres-Abo, monatlich ca. 11,99 €

Server
über 11.000 Server
Länder
100 Länder
Geräte
7 Geräte gleichzeitig
Garantie
45 Tage Geld-zurück-Garantie
+ Für Streaming-Dienste optimierte Spezial-Server
+ 45 Tage Geld-zurück-Garantie (längste im Test)
+ Sehr aufgeräumte, einsteigerfreundliche Apps
- Geschwindigkeit auf Langstrecken nicht ganz auf Top-Niveau
Zum Angebot von CyberGhost

An der Spitze steht Proton VPN mit Sitz in der Schweiz, quelloffenen Apps und mehrfach veröffentlichten Audits. NordVPN und Surfshark folgen mit wiederholten, von großen Prüfgesellschaften bestätigten No-Logs-Berichten. CyberGhost rundet das Feld mit einem transparenten Tätigkeitsbericht ab.

Welche Audits gibt es?

Nicht jedes Audit ist gleich aussagekräftig. Man unterscheidet im Wesentlichen drei Typen:

No-Logs-Audit

Hier prüft eine externe Gesellschaft, ob der Anbieter tatsächlich keine personenbeziehbaren Protokolle speichert. Die Prüfer erhalten Einblick in Serverkonfigurationen, Datenbanken und interne Abläufe. Dies ist der wichtigste Audit-Typ für die Privatsphäre.

Sicherheits- und Infrastruktur-Audit

Sicherheitsforscher wie Cure53 untersuchen Apps, Browser-Erweiterungen und Server-Infrastruktur auf Schwachstellen. Das schützt vor Lecks, die selbst bei strikter No-Logs-Politik Daten preisgeben könnten.

Quellcode-Prüfung

Bei quelloffenen Apps kann grundsätzlich jeder den Code einsehen. Das schafft maximale Transparenz, weil sich versteckte Funktionen praktisch nicht verbergen lassen. Proton VPN veröffentlicht den Quellcode seiner Anwendungen.

Gerichtsbarkeit & 14-Eyes

Selbst die beste No-Logs-Politik nützt wenig, wenn der Anbieter in einem Land sitzt, das ihn zur heimlichen Datensammlung zwingen kann. Die 5-, 9- und 14-Eyes-Allianzen sind Verbünde von Staaten, die untereinander Überwachungsdaten austauschen. Anbieter außerhalb dieser Allianzen sind rechtlich besser geschützt.

Panama (NordVPN), die Schweiz (Proton VPN) und Rumänien (CyberGhost) gehören keiner dieser Allianzen an und kennen keine Vorratsdatenspeicherung für VPN-Dienste. Surfshark sitzt in den Niederlanden, kombiniert dies aber mit einer reinen RAM-only-Infrastruktur. Mehr zur Bedeutung dieser Allianzen erklärt unser Ratgeber zu den 14 Eyes.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet "No-Logs" bei einem VPN genau?
No-Logs bedeutet, dass der Anbieter keine Protokolle speichert, mit denen sich Ihre Online-Aktivitäten zurückverfolgen lassen – also keine besuchten Webseiten, keine IP-Adressen, keine Verbindungszeitstempel und keine genutzte Bandbreite pro Nutzer. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Aktivitätsprotokollen (was Sie tun) und reinen Betriebsdaten. Ein echter No-Logs-Anbieter verzichtet vollständig auf Aktivitäts- und Verbindungsprotokolle, die einer einzelnen Person zugeordnet werden könnten.
Wie kann ich der No-Logs-Politik eines Anbieters vertrauen?
Vertrauen entsteht durch unabhängige Audits. Renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie Deloitte, PwC, KPMG oder Cure53 untersuchen dabei Server, Konfigurationen und interne Prozesse. NordVPN, Surfshark und Proton VPN haben solche Prüfungen mehrfach durchführen lassen und die Ergebnisse veröffentlicht. Zusätzliches Vertrauen schaffen Gerichtsverfahren, in denen Anbieter nachweislich keine Nutzerdaten herausgeben konnten, weil schlicht keine vorhanden waren.
Was ist der Unterschied zwischen No-Logs und RAM-only-Servern?
No-Logs ist eine Richtlinie, RAM-only ist eine technische Umsetzung. Bei RAM-only-Servern (auch Diskless genannt) läuft das gesamte Betriebssystem ausschließlich im Arbeitsspeicher. Bei jedem Neustart werden alle Daten unwiederbringlich gelöscht, weil nichts dauerhaft auf Festplatten geschrieben wird. Diese Technik macht eine No-Logs-Politik technisch erzwingbar statt nur versprochen.
Spielt die Gerichtsbarkeit bei No-Logs eine Rolle?
Ja, sehr. Der Firmensitz bestimmt, welche Gesetze gelten und ob Behörden die Herausgabe von Daten erzwingen können. Anbieter außerhalb der 5-, 9- und 14-Eyes-Allianzen – etwa in Panama, der Schweiz oder Rumänien – unterliegen keiner Vorratsdatenspeicherung für VPN-Dienste. Selbst auf richterliche Anordnung können sie keine Aktivitätsprotokolle herausgeben, wenn sie keine speichern.
Reicht eine No-Logs-Politik allein für Anonymität aus?
Eine geprüfte No-Logs-Politik ist die Grundlage, aber nicht der alleinige Garant für Anonymität. Sie sorgt dafür, dass der VPN-Anbieter selbst keine Spuren über Sie sammelt. Für maximale Privatsphäre kommen weitere Bausteine hinzu: anonyme Zahlung etwa per Bitcoin, ein Verzicht auf personenbezogene Kontodaten, ein zuverlässiger Kill-Switch sowie DNS- und IPv6-Leak-Schutz. Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ergibt echte Anonymität.